Propaganti: A weapon of myth destruction
A weapon of myth destruction

Ein Rückblick. Teil 1. – Bis 1919.

Im Sommer 1912 liess der Onkel des Zar’s Nikolaus, Grossfϋrst Nikolaj Nikolajewitsch, Oberbefehlshaber der russischen Landwaffe, die Katze aus dem Sack. Als Ehrengast bei einem französischen Manöver, unter
dem rauschenden Beifall der anwesenden Generäle, gab er diesen Trinkspruch zum Besten. „Auf unser kϋnftigen Siege – Auf Wiedersehen in Berlin, messieurs!“ Er konnte ja nicht ahnen das er an diesem Abend,
sein eigenes EDEKA (Ende der Karriere) und auch das Ende seines Neffen einläutete. So ist das Leben, manche grössenwahnsinnigen Pläne gehen einfach voll in die Hose.

Kaiser Wilhelm war informiert ϋber die Machenschaften die sich hinter den Kulissen abspielten und versuchte das kommende Desaster abzuwenden. Auch seinem Vetter, Zar Nikolaus war bewusst  dass er und sein enger, kränklnder Berater Sasonow stark unter Druck gesetzt wurden endlich die russische Armee mobil zu machen. So schrieb Nikolaus seinem Vetter.

„Ich wende mich an Dich um Hilfe … Ich sehe voraus dass ich sehr bald dem auf mich ausgeϋbten Druck  erliegen und gezwungen sein werde, äusserste Massnahmen zu ergreifen, die zum Krieg fϋhren werden.“

Der Kaiser bewertete das Telegramm als Eingeständnis perönlicher Schwäche. Die Geheime Elite indess sorgte fϋr ständige „Betreuung“ am russischen Hof um dort kalte Fϋsse zu verhindern. Am 30. Juli sandte Wilhelm verzweifelt ein Telegramm an seinen Vetter.

„Graf Pourtales war angewiesen, Deine Regierung auf die Gefahr und die ernsten Folgen einer Mobilmachung aufmerksam zu machen. … Wenn, wie es jetzt nach Deiner und Deiner Regierung Mitteilung der Fall ist, Russland gegen Österreich mobilmacht, so wird meine Vermittlerrolle … gefärdet … Das ganze Gewicht der Entscheidung ruht jetzt ausschliesslich auf Deinen Schultern, sie haben die Verantwortung fϋr Krieg oder Frieden zu tragen.“ (Docherty and Macgregor, Verborgene Geschichte).

Anfangs fand der Appell Anklang bei Nikolaus, aber am Ende war er dem Druck der „Elite“ nicht gewachsen.
Alexander Solschenizyn berichtet weiter.

„Eine so universale Präsenz der Juden unter der Bolschewiken in diesen schrecklichen Tagen und Monaten musste zwangsläufig verheerende Folgen fϋr die Juden selbst nach sich ziehen. Dies geschah unweigerlich auch im Fall des Mordes an der Zarenfamilie, ϋber den so vieles offen gelegt worden ist und debattiert wird, wobei die Russen hier mit einer regelrecht selbstquälerischen Häme die Beteiligung der Juden ϋberbetonen. … Der Sownarkom (Volkskommissare) erklärte die antisemitische Bewegung als eine Gefahr fϋr die Arbeiterräte und Bauernrevolution. ‚Wer Pogrome durchfϋhrt oder zu Pogromen aufhetzt, ist als vogelfrei zu erklären.‘ Gezeichnet: WL. Uljanow (Lenin). (A. Solschenizyn, 200 Jahre Zusammen).

Damals wie heute, hatten die „Volkskommissare“ wenig mit dem Volk gemeinsam. Nicht erst Angela Merkel und Jochen Maas kennen den Wert des „Antisemitismus“ im Umgang mit aufkeimendem Wiederstand.

 Kaiser Wilhelm, das Schicksal seines Vetters Nikolaus und die Agitation der radikalen Separatisten (Spartakisten, „Arbeiterräte“ und „Soldatenräte“) vor Augen, zog nach Holland. Wenn er das mal nicht getan hätte, so bräuchten viele Bϋrger und Bϋrgerinnen heute nicht den „royals“ anderer Nationen hinterherzuhecheln.

Die Bϋcher Solschenizyns zu dem Thema erschienen  2001 und 2002 in Russland und wurden bisher nur in Deutschland und Frankreich ϋbersetzt. Der Druck auf Verleger und Redakteure im englischsprachigen Raum muss enorm gewesen sein, um eine Übersetzung zu verhindern. Wie durch ein Wunder erschien schon 2003, als Alternative,  unter dem englischen Titel “Gulag” von Anne Appelbaum. Von den entsprechenden Kritikern hoch gelobt, versteht sich. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt, wusste auch Henry Kissinger, als er Präsident Ford drängte, Solschenizyn nicht zu empfangen (Christopher Hitchens The Trial of Henry Kissinger). Im Juni 2018 weigerten sich die Verleger, Random House, das neue Buch „Feindliche Übernahme“ von Thilo Sarrazin zu drucken, ohne die von ihnen verlangten Änderungen. Mit Verspätung nun erschienen und zum #1 Sachbuch Bestseller aufgestiegen.

Soweit kurz zu den Machenschaften in Russland und USA. In weiten Teilen Europas wurde ebenso eifrig  geschϋrt und gelenkt, denn die System-Zuhälter ruhen erst wenn alles zerstört ist.

“Europa war ϋberschwemmt mit imperialistischen Rivalitäten. Grossbritannien mit seiner starken Marine hatte im neunzehnten Jahrhundert unangefochten die Macht ausgeϋbt. Aber ihr Wirtschaftsmodell der Ausbeutung in weiter wachsenden Teilen der Welt ohne in ihre eigene Produktionskapazität zu investieren, drohte zusammenzubrechen … Der ϋberwiegend europäische Aderlass – ‘The war to end all wars’, der Erste Weltkrieg – war nur der Anfang eines Jahrhunderts endloser Kriege, grausamer Gewalt, und unvorstellbarer Barbarei. Ein Jahrhundert, das später  als das Amerikanische Jahrhundert bekannt werden sollte … Wirtschaftsinterressen plazierten die Vereinigten Staaten deutlich in den Rängen der Alliierten.” (The Untold History of the United States, Oliver Stone und Peter Kutznick).

Die Wall Street Dons konnten der Versuchung nicht widerstehen und liessen ihre lokalen Kampfhunde in den Medien, unter Akademikern und in der Politik von der Leine. Schnell wurde 1913 noch die Federal Reserve Bank gegrϋndet. Sie waren am Ende auch die Einzigen, die von der Agitation, der Aufrϋstung und dem „Wiederaufbau“ profitierten: 21.000 neue Millionäre nach dem Krieg, laut General Smedley. D. Butler (War is a Racket. 1935). Ein Szenenablauf, der sich 25 Jahre später, in ähnlicher Form noch einmal wiederholen sollte. Auch die Handlanger in Sϋdafrika sassen nicht untätig herum.