“Krishna, in Indien, geboren von der Jungfrau Devaki mit “einem Stern im Osten “ der sein Kommen signalisiert. Er vollbrachte Wunder mit seinen Jϋngern, und nach seinem Tode wurde er wiederbelebt.” (Zeitgeist: The Movie, Companion Source Guide).
Gemeinsame Attribute, der “Erlöser” aller Astrotheologien, sind nicht zu ϋbersehen. Horus in Ägypten, Attis in Phrygia, Krishna in Indien, Dionysos in Griechenland, Mithra in Persien und Jesus in Canaaan, geboren von einer Jungfrau am 25ten Dezember, 12 Jϋnger im Gefolge, 3 Tage tot und dann wieder auferstanden, um nur wenige zu erwähnen. Moses und die 10 Gebote hatten ebenfalls ihre Prototypen unter den älteren Mythen. Zurϋck zu den Machtkämpfen.
“Wie diese Barriere zu durchbrechen oder zu umgehen war, wurde zum zentralen Thema … das sich ununterbrochen wiederholende Kapern, Plϋndern, Morden und Versenken unterscheidet sich in nichts von der Art und Weise wie die Portugiesen, Spanier und Holländer, Franzosen und Briten den Kampf um die Weltmeere fϋhrten. Grausamkeit und Unerbittlichkeit sind die Kenn- und Brandzeichen der ozeanischen Expansion. Empörung darϋber erϋbrigt sich heute dabei genau so wie Beschönigung.” (Der Kampf um die Weltmeere, Hellmut Diwald, einer der wenigen deutschen Historiker bei dem man nicht das Gefϋhl haben muss, auf den Arm genommen zu werden)
So machten sich die Portugiesen, dicht gefolgt von den Spaniern, auf den Weg, neue Handelswege zu finden. Beide schafften es nach Amerika und die Portugiesen umrundeten Afrika, um sich rund um den Indischen Ozean und an der Westkϋste Afrikas eine kurzfristige Vormachtstellung zu sichern.
Die geschichtliche Überlieferung aus den zentralen und sϋd-westlichen Teilen Afrikas ist dϋrftig und tritt erst seit der Ankunft der Portugiesen in Afrika aus dem Schatten (1484). Bekanntlich war der Norden Afrikas von Berbern und Semiten besiedelt, die zentralen Gebiete von Bantu Stämmen und die sϋd- und sϋd-westlichen Teile von den San mit einer eigenen Sprachfamilie. Es gab keine festen Grenzen, und das Recht des Stärkeren war Gesetz.
Die Landung der Portugiesen in Angola (1574) änderte daran nichts, im Gegenteil. Beflϋgelt von den sagenhaften Gewinnen beim Handel mit Sklaven, Elfenbein, Kupfer und Salz, beteiligten sich alle, vom Gouverneur, Händler und Stammeshäuptling bis zum verfehlten Missionar an den Geschäften.
“Das ist der zeitlose Tag Afrikas, der nur Leben und Sterben kennt. Hier werden keine Kriege gefϋhrt um Glaubensdogmen, hier ringen nicht Philosophen um Jenseits und Ewigkeit. Das riesige Land und seine dunkelhäutigen Menschen ruhen in sich wie in einem tiefen Traum…Zur Zeit der Geburt des Propheten Mohammed sind die semitischen Abessinier nach langen und immer noch fortdauernden Kämpfen zu Herren der zahlreichen Negerstämme in ihrer neuen Afrikanischen Heimat geworden … [Jahr 635]. Seit aber Arabien nach dem Gebot des Propheten aufgebrochen ist, die Menschheit zu Allah zu bekehren, brandet ein ununterbrochener Strom von arabischen Kaufleuten, Schiffern, Eroberern und Sklavenhändlern an die ostafrikanische Kϋste. Bald sitzen in allen Hafenplätzen von Kap Guardafui bis hinunter zum geheimnisvollen Sofala, in Mogador, Melinde und Mozambique arabische Scheichs …[1502]. Unglaublich hart, mitleidlos ist der Glaubenskrieg zwischen den Verfechtern des Christentums und des Islams in dieser Zeit. Auf beiden Seiten kommt es zu furchtbaren Grausamkeiten. Der Andersgläubige ist kein Mensch mehr, kein Kind Gottes, sondern Diener des Teufel dessen gnadenlose Ausrottung als gottgefälliges Werk gilt. Zehn-tausende christliche Seeleute, Bauern und Handwerker, von den Barbaresken (Berber/semitisches Mischvolk) nach Algier, Oran oder Tunis verschleppt, fronen als Sklaven unter der glϋhenden Sonne Afrikas den grausamen Herren der Barbarenkϋste … Afrika aber lebt unkontrolliert nach Urgesetzen, schwarze Fϋrsten verkaufen ihre Untertanen nach Willkϋr, Gefangene werden nicht selten zu Tausenden hingeschlachtet, [z.B. Zulu Häuptlinge Chaka und Dingane] sodass die Sklaverei unter den Weiβen oftmals die einzige Rettung ist. [In abgewandelter Form wiederholt sich dieser Vorgang heute wieder. Sklaven werden Flϋchtlinge genannt und nϋtzliche Handlanger die das absurde Schauspiel voranbringen, lassen sich leicht mobilisieren]. Auch der Islam dieser Zeit kennt keine Menschenrechte fϋr Ungläubige und Unfreie. Diese Welt ist gnadenlos und ohne Gefϋhl fϋr die Barbarei ihres Verhaltens … Nur wenige aber denken daran, dass es neben diesem grausamen Afrika eine ebenso grausame Welt anderer Kontinente gibt. (Geschichte Afrikas, Erster Band, von 3000 v.Chr. bis 1840. Otto Zierer).