An dem Archipel Gulag arbeitete Solschenizyn insgeheim seit 1958, neben anderen Werken, unter dem wachsamen Auge des russischen Geheimdienstes. Der Westen hatte ihn schon früh ins Herz geschlossen und ihm 1970 den Nobelpreis für Literatur verliehen. Als der Gulag 1973 veröffentlicht wurde, stieg das Werk schnell auf als eines der einflussreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts. 1974 wurde er aus Russland augewiesen und im Westen mit offenen Armen aufgenommen. Die Begeisterung ebbte allerdings schnell ab, als er bezüglich des westlichen „way of life“ seine Meinung äusserte. An der Harvard Universität sagte er 1978 – „Mittelmässigkeit triumphiert hinter dem Vorhang von Einschränkungen und es ist an der Zeit, im Westen, nicht so sehr Menschenrechte zu verteidigen, als Menschliche Verpflichtungen.“ Nun war Schluss mit lustig, das goldene Kalb – Menschenrechte – in Frage zu stellen, war nicht erlaubt. Als er dann die Urheber und Betreiber des kommunistischen Holocaust unter die Lupe nahm, hing der Haussegen endgültig schief. Nach jahrelangen Lobeshymnen war eine Verleumdungskampagne ausgeschlossen. Stattdessen wurde er einfach weggeschwiegen. Der Tiefe Staat hat tiefe Taschen und stemmt solche Manöver mit Leichtigkeit. Handlanger in den Medien, Politik und an akademischen Instituten erledigten die Drecksarbeit.

Dies alles spielte sich nicht in einem geistig umnachteten Fieberwahn, oder im Schlafwandel ab, sondern alle führenden Beteiligten waren sich voll bewusst, was sich abspielte, und erkannten, dass belastende Dokumente dringend einkassiert werden mussten. Gerry Docherty und Jim Macgregor haben diesen Prozess in ihrem Buch – Verborgene Geschichte – in dem letzten Kapitel – Fazit: Lügen, Märchen und geraubte Geschichte – beschrieben. Hier folgt eine sehr kurze Zusammenfassung.
„Die Botschaft war klar: ‚Gebt Deutschland die Schuld.‘ Wir sind der Meinung, dass die moderne Geschichtsschreibung zum ersten Weltkrieg mit Vorsicht zu geniessen ist, vor allem dann, wenn sie aus Oxford stammt, dem geistigen Hauptquartier der Geheimen Elite. In ganz Grossbrittannien wurden Tagebücher und Memoiren zensiert und geändert, Beweise durchsiebt, entfernt, verbrannt, sorgfältig ‚ausgewählt‘ und verfälscht. Das ist schlimm genug, aber nichts im Vergleich zu dem empörenden Diebstahl geschichtlicher Unterlagen, den die Geheime Elite europaweit begangen hat. Unmittelbar nach Kriegsende wurden Hunderttausende wichtiger Dokumente zu den Ursprüngen des Ersten Weltkriegs aus ihren Ursprungsländern entfernt, an die Westküste Amerikas gebracht und in Tresoren der Universität Stanford weggeschlossen. Zweifelsohne hätten diese Dokumente die wahren Übeltäter enthüllt, deshalb mussten sie an einen sicheren Ort verbracht und fern von allzu neugierigen Blicken gelagert werden.“ (Verborgene Geschichte.)