Propaganti: A weapon of myth destruction
A weapon of myth destruction

Ein Rückblick. Teil 2. – Bis 1939.

Dank Edward Bernais und Genossen waren unsere „Big Brother“ Mitglieder aufgeklärt in Sachen Propaganda.


Eines ihrer liebsten Werkzeuge wurden die alljährlichen feierlichen Gedenktage. Die Auswahl wird nach jedem Waffengang grösser, Armistice Day, D Day, 70 Jahre NATO. (hirntot oder nicht) usw. Mit viel Pomp und Tamtam begeht die Prominenz bei solchen Gelegenheiten die Champs-Elisees, zum Beispiel. Mit ernster Miene schreiten sie und hoffen, dass niemand das Theater durchschaut. Nebenbei entgeht keinem die Gelegenheit, wieder einmal im Rampenlicht zu erscheinen. So hörte man Steven Harper, Kanadischer Premier, bei solch einer Selbstbeweihräucherung: „Kanada wurde geschmiedet in den Flammen an der westlichen Front.“ Die westliche Front in Alberta und British Columbia war sicher nicht gemeint. 

Die glanzvollen drei, Armistice day 2019. 

Am 8. Mai 2020 ergab sich eine neue Gelegenheit, das zurechtgebogene offizielle Geschichtsbild  zu verfestigen.
Zum 75. Gedenktag der deutschen Niederlage nach dem Zweiten Weltkrieg war schon Grosses, Würdevolles und Beeindruckendes geplant. So ein Pech, dass den Darstellern dabei ein kleiner Virus, Covid 19, in die Quere kam und die Feierlichkeiten auf ein erträgliches Mass zurechtstutzte. Dank der zwangsfinanzierten, fremdbestimmten Medien wurde die Botschaft trotzdem lang und breit ins Volk getragen. Auch Russland musste mit einem  stark eingeschränkten Auftritt als „Befreier“ zufrieden sein.

Wie ging es nun in Südwest Afrika/Namibia weiter?

Die fest ansässigen deutschen Farmer in Südwest hatten Glück, nicht deportiert zu werden; im Gegensatz zu Beamten und sonstigen Personen, die mit Südafrikanern ersetzt werden sollten. Der heimliche Wunsch mancher  Zurückgebliebener, dass eine Wiedervereinigung mit dem Mutterland noch möglich wäre, ging nicht in Erfüllung.
Erich Rust war der Ansicht, dass die andauernde Verunsicherung:  „die Arbeitslust und Arbeitskraft gerade der festangesessenen Farmer weit mehr lahmlegten und hinderten als Krieg, Seuchen, Dürren und ähnliche Nöte;  in  der Überwindung dieser liegt ein Reiz, welcher die Kräfte übt und stärkt, dagegen wirkt die Überwindung jener mürbemachend.“  Die Methode „verunsichern und mürbemachen“ wird im Zeitalter der unkontrollierten Massenmigration und opportunistischen Seuchenbekämpfung (2015 – 2020) in zunehmenden Masse angewandt.

Vor Ausbruch der Kampfhandlungen hatten die deutschen Behörden ihre Zuversicht, dass Südwestafrika nicht mit in den Konflikt einbezogen würde, auf drei Fehleinschätzungen gestützt.

– Die Kongo Akte, der Nichtangriffspakt zwischen den Afrikanischen Kolonien und den dazugehörigen Grossmächten, würde strikt eingehalten.

– Für die deutschen Behörden war es fast unvorstellbar, dass Botha und Smuts, die noch vor 12 Jahren heldenhaft und leider vergeblich gegen den britischen Imperialismus kämpfen mussten, sich als opportunistische Wendehälse entpuppen sollten.

– Man hatte auch gehofft, dass die Rebellion unter den Buren, geleitet von Manie Maritz, die Pläne der Südafrikaner vereiteln könne.

Wie wir wissen, wurden die Behörden und auch die Siedler bitter enttäuscht.

Margarete von Eckenbrecher hinterliess in ihrem Buch wertvolle Hinweise wie es wirklich war (Was Afrika mir gab und nahm. Erlebnisse einer deutschen Frau in Südwestafrika 1902 – 1936). Sie berichtet über die Anreise per Schiff und Ochsenwagen, die ersten Jahre in Okombahe, die charakteristischen Eigenschaften der verschiedenen schwarzen Bewohner des Landes. Wie die Familie Rust, konnte ihre Familie im Herero Aufstand mit knapper Not  ihr Leben retten. Über die Zeit während und nach dem Krieg hat sie interessante Details festgehalten.

Grossen Unwillen erregte das folgende Reuters Telegramm, abgedruckt in Nr.58 – Der Weltkrieg, 17 Mai 1916. Lord Robert Cecil sagte im Unterhaus in Beantwortung einer Frage: ‚Wir haben uns am Krieg nicht beteiligt ohne den Plan zu einer Vergrösserung des Reiches. Wir haben die deutschen Kolonien nicht erobert, um die Eingeborenen zu befreien. Ich denke aber mit Schauder an die Möglichkeit, die Eingeborenen, die wir von der deutschen Herrschaft befreit haben, Deutschland wieder zu überantworten‘.“