In der offiziellen Berichterstattung liest man über diese Zeit folgendes:
„Nach dem ersten Weltkrieg wurden hunderte Politiker in Deutschland ermordet. Paramilitärische Gruppen vom rechten Flügel ermordeten ihre Feinde ohne Folgen…bis 1922 waren mindestens 354 Regierungsmitglieder und Politiker ermordet worden, der Weg für die Nazi Partei und den Holocaust war geebnet.“ (history.com)
Wie praktisch, ein Sündenbock gefunden und die Realität auf den Kopf gestellt, alles in einem Atemzug. In vielen anderen, gleichgeschalteten „Geschichts-Kanälen“ hört sich die Schilderung sehr ähnlich an. Wikipedia, existent seit etwa 20 Jahren, hat solche Inhalte einfach ein wenig umgeschrieben, nachgewürzt, aufgewärmt und als rechtschaffene Geschichtsschreibung aufgetischt. Dieser unausgewogene Zustand war ein treibendes Motiv für die Entstehung dieser Zeilen.
Nun zur Realität, die in den meisten offiziellen Geschichtskanälen verschwiegen wird. „Vom November 1918 bis Ende 1923 fanden mehr als 20 kommunistische Revolten und Aufstände statt, die alle von der Reichswehr und den Freikorps niedergeschlagen wurden. Die wichtigsten nach 1918 waren: Januar 1919 in Berlin – 156 Tote, März 1919 in Berlin – 1200 Tote, April 1919 in München – 715 Tote, März 1920 im Ruhrgebiet und im Vogtland – 1000 Tote, Herbst 1923 in Hamburg und Mitteldeutschland – 108 Tote…Der SA standen mindestens zwei paramilitärische Organisationen der Linken gegenüber, das Reichsbanner und der Rotfrontkämpferbund, der 1928 130 000 Mann stark war. Es herrschte praktisch ein permanenter Bürgerkrieg, Verluste bei der SA viel grösser.“
Diese Zeilen entstammen dem äusserst lesenswerten Buch, Kriegsursachen, Kriegsschuld von Helmut Schröcke. Ähnliche Zustände herrschen heute wieder in Deutschland, wo sich auf ein Neues der Widerstand gegen den ungezügelten Opportunismus regt Am 24 Juni 1922 wurde Walter Rathenau ermordet, praktischerweise von einem „Rechten“. Den wahren Hintergrund zu der Tat werden wir wohl nie erfahren.
„Die Gesamt Völker sind nicht Feind, der eine des anderen, die Gesamt Völker sind friedlich. Feindlich, kriegsliebend sind die an der Spitze der nationalen Wirtschaften, der Politik stehen und die den Wunsch haben, durch Beherrschung, durch Vernichtung des anderen, ihre eigene Macht zu stärken. Je mehr die Völker getragen werden von ihrer Gesamtheit, von der Gesamtheit ihrer Stämme, ihrer Stände, ihrer Menschen, in demselben Masse werden sie sich das Leben gegenseitig gönnen, werden sie friedlich miteinander leben, und dasjenige Volk wird eine respektable Stellung im Kreise der Völker haben, das zuerst solche Organisationsformen emporbringt, die gerecht sind, die sich von der Einseitigkeit, von den Leidenschaften fernhalten, weil sie einem jeden das Recht der Verantwortung und der Mitbestimmung garantieren.“ (Walter Rathenau am 26.10.1920.)
Hoppla, wer kann sich vorstellen, dass ein Patriot über solche Worte in Rage gerät. Es sind wohl eher die Globalismus-Fans des Deep-State, die in ihm ein Hindernis sahen und das dringende Bedürfnis verspürten, Rathenau aus dem Weg zu räumen. Interessant an Rathenaus Text ist die Erwähnung von Recht und Verantwortung in Verbindung miteinander. Dieses Verständnis ist heute grossteils abhandengekommen.
Man darf allerdings nicht vergessen, dass Rathenau auch ein Wendehals war, wie leider die meisten Politiker.
Manche seiner Zitate könnte man eher der Giftküche der Alliierten Kriegstreiber zuordnen. Aber wer kennt schon einen Politiker von Format, der über einen längeren Zeitraum gegen den Zeitgeist Strom schwimmt? Die Drahtzieher hinter den Kulissen würden keine Sekunde zögern, solch eine Person den Medien und somit der veröffentlichten Meinung zum Frass zu werfen.