Propaganti: A weapon of myth destruction
A weapon of myth destruction

Ein Rückblick. Teil 2. – Bis 1939.

Als Illusion erkennen wir heute immer deutlicher die Vorstellung, dass Kapitalismus und Kommunismus grundlegend unterschiedlich sind. „Man spürt mit guten Gründen die geistesgeschichtliche gleiche Wurzel der kapitalistischen und marxistischen Entfaltung.“ (Theodor Heuss. 1932.) „Die massengesellschaftlichen Systeme des Kommunismus und Kapitalismus sind identisch, verankert in den Dogmen der Aufklärung eines ideologischen Liberalismus, in der seelischen Entwurzelung der Völker. Ethnozid beginnt mit dem Mischmasch der Nationalkulturen.“ (Alexander Solschenizyn, zitiert in Kriegsursachen – Kriegsschuld von Helmut Schröcke.) 

Kapitalismus ist in diesem Falle nicht mit der sozialen Marktwirtschaft der NSDAP oder des Ludwig Erhard zu verwechseln. 

Der erwähnte Personenkreis an der US. Ostküste hatte schon früh die Freude an der „Zerstörung als schaffenden Lust“ entdeckt.

Der Bürochef der New York Times (gegründet 1851, seit 1896 im Besitz von Adolph S. Ochs) in Moskau, Walter Duranty, konnte sich in seiner Position voll entfalten. Mit Geldmitteln reich ausgestattet, war er in der Lage, wilde Partys mit Alkohol, Drogen und Prostitution zu organisieren und seinen Einfluss spielen zu lassen. Darüber ist sogar ein Film gedreht worden, Mr. Jones, der aber der Realität nicht annähernd gerecht wird.
Dank seiner Hilfe war Stalins Propagandamaschinerie äusserst erfolgreich, die wirtschaftliche Lage im „Arbeiterparadies“ zu beschönigen. Duranty schaffte es auch, zu verhindern, dass Nachrichten über den 1932 -33 „Holodomor“, den von Stalins Gehilfen angezettelten Genozid, der Millionen von Menschen in der Ukraine, Khazakstan und anderen Gebieten das Leben kostete an die Öffentlichkeit drangen. Die Zahl der Opfer wird je nach Quelle auf zwischen 3 bis 10 Millionen geschätzt.
Den zweifellos besten Überblick zu den Umständen und Vorgängen, die zur Russischen Revolution führten, hat Alexander Solschenizyn in seinem Werk – ‚Zweihundert Jahre Zusammen‘ – veröffentlicht. In den Kapiteln, – In der Februarrevolution – Das Jahr 1917 – Bei den Bolschewiken – Im Bürgerkrieg – Die Zwanzigerjahre, analysiert er unbestechlich und gnadenlos. In Kapitel 7 kommt er auf den obengenannten „Holodomor“ zu sprechen.

Befriedung: „Mit Verlaub – wir haben doch ausführlich bei Marx gelernt, dass die Kapitalisten die erbittertsten Feinde des proletarischen Sozialismus seien, von ihrer Seite dürfe man mit keiner Hilfe rechnen, nur mit einem blutigen Krieg? Ach was … Trotz des Fehlens der diplomatischen Anerkennung [von F.D. Roosevelt 1933 nachgereicht] des Sowjetstaates war es offenkundig und verlautete sogar in der ‚Iswetsija‘ : Die amerikanische Geschäftswelt ist an einer Ausweitung der Wirtschaftsbeziehungen mit der Sowjetunion interessiert.‘ Gegen eine solche Ausweitung gingen die amerikanischen Gewerkschaften auf die Barrikaden, um ihren Markt vor Waren abzuschotten, die von billigen – weil versklavten – sowjetischen Arbeitskräften hergestellt worden waren. Doch die damals gegründete ‚Russisch-Amerikanische Handelskammer‘ wollte von einem politischen Widerstand gegen den Kommunismus nichts hören und keine ‚Politik‘ in die Geschäftsbeziehungen hineintragen… Der amerikanische Wissenschaftler A.Sutton erforschte die Verbindung zwischen der Wall Street und den Bolschewiken und wies auf die amoralischen Mechanismen hin. Es begann schon Anfang des Jahrhunderts mit dem so genannten Marburg Plan, gestützt auf die enorme Finanzmacht Carnegies:  Die Macht der internationalen Finanzgeber sollte auf dem Weg der ‚Sozialisierung‘ der Länder der Erde verstärkt werden – ‚zur Kontrolle‘ … und zur erzwungenen Befriedung.‘ Suttons Fazit: ‚Die internationale Finanzwelt zieht es vor, mit zentralisierten Regierungen zu tun zu haben. Die Welt der Banken wünscht sich am wenigsten eine freie Wirtschaft und eine dezentralisierte Staatsgewalt, sondern genau das Gegenteil…Die Revolution und die internationale Finanzwelt stehen gar nicht einmal so stark im Widerspruch zueinander, sofern sich infolge der Revolution ein stärker zentralisierter Machtapparat ausbildet und so die Märkte dieser Länder lenkbar werden…Die Bolschewiken und die Bankiers hatten eine wesentliche gemeinsame Plattform: den Internationalismus.‘…So gesehen wundert es nicht, dass Morgan und Rockefeller die kollektivistischen Vorhaben und die gross angelegte Vernichtung der Individualrechtsgüter in der Folge unterstützten.“  (A. Solschenizyn. 200 Jahre Zusammen. Die Juden in der Sowjetunion.)

Die oben erwähnte diplomatische Anerkennung des kommunistischen Regimes hatten Morgenthau und der russische Aussenminister Litwinow (alias Meier-Wallach) am 16.11.1933 eingefädelt. Josef Stalin äusserte sich hocherfreut über die neuen „Verbündeten“ und bereits bei den Gesprächen wurde die Aufteilung Deutschlands in Erwägung gezogen. Der Präsident des House Banking Committee L. McFadden bemerkte in dem gleichen Jahr „Sie werden verblüfft sein, wieviel amerikanisches Geld aus der Staatskasse der Vereinigten Staaten zu Gunsten Russlands entnommen wurde.“