Propaganti: A weapon of myth destruction
A weapon of myth destruction

Ein Rückblick. Teil 2. – Bis 1939.

Der Vorfall ereignete sich in den sogenannten Goldenen Zwanziger Jahren (1924 – 1929), der Blütezeit der Kunst, Kultur und Wissenschaft nach dem Krieg. Die Realität sah allerdings wenig goldig aus; man erkennt deutlich, dass die verbliebenen deutschen Bewohner in Südwestafrika im Vergleich relativ unbeschadet davongekommen sind.

Das war die Zeit der Weimarer Republik (1919 – 1933), der verzweifelte Versuch, eine halbwegs funktionsfähige
Regierung zu führen. Es ist viel, hauptsächlich negativ und opportunistisch Geprägtes über diese Zeit geschrieben worden. Die Begleitumstände waren allerdings gravierend und sollten nicht aus den Augen verloren werden. Es war eine Zeit, in der Gebietsverluste und unverschämte Reparationsforderungen von Seiten der Alliierten verkraftet werden mussten. Das führte zu Hunger – Arbeitslosigkeit – Hyperinflation – finanziellem Kollaps – Massenstreiks – gefälschten Volksabstimmungen – Linksextremismus – zwangsläufig gefolgt von einem Rechtsruck – Attentate und Putschversuche. Um die Milchkuh am Leben zu erhalten, musste die Geheime Elite (heute Tiefer Staat genannt) Pläne schmieden.

 –   Dawes Plan. (1924) U.S. Kredite. Da die „Reparationen“ nicht allein aus Steuergeldern finanziert werden konnten und den Wiederaufbau der Wirtschaft behinderten, mussten Kredite her. Ein Bombengeschäft, das sich 25 Jahre später in Form des Marshall Planes noch einmal bewähren sollte. Charles Dawes war ein Partner des einflussreichen J.P. Morgan.

–   Young Plan. (1929) Hier wurde die Reparationsfrage teilweise an die Möglichkeiten der deutschen Wirtschaft
angepasst. Owen D. Young war verbunden mit der Radio Corporation of America, sowie mit der Rockefeller Foundation.

Vor allen tobte der Kampf zwischen kommunistisch inspirierten Spartakisten (später KPD) und Räten (Sowjets), den Berufsrevolutionären (wie Solschenizyn sie nannte) „die kraft ihrer revolutionären Legitimation die bestimmende Gewalt beanspruchten“, auf der einen Seite und den daraus resultierenden Freiwilligenverbänden die die Aktivisten in Schach hielten, auf der anderen Seite. Wie in Russland und Ungarn, sollte auch in Deutschland und Österreich ein kommunistisches Regime eingeschleust werden. Dabei spielte der aus Russland stammende Bela Kun eine treibende Rolle, nachdem er 1919 ein halbes Jahr lang ein mörderisches Terror-Regime führte, bevor er vertrieben wurde. Die polnische Rosa Luxemburg und der russische Eugen Leviné trieben in Berlin und München ihr Unwesen. Luxemburg hatte sich vermittels einer Scheinehe in Berlin gemütlich eingerichtet und zum Klassenkampf gegen nationale Bestrebungen zugunsten globaler Interessen aufgerufen. In München zettelte Kurt Eisner mit Eugen Leviné, Max Levien und anderen eine kommunistische Revolution an. Eisner hatte vorher noch die Eisner-Fechenbach Papiere auf den Weg gebracht. Eine Sammlung gefälschter Dokumente, die die Schuld Deutschlands am Ersten Weltkrieg untermauern und den Deutschenhass unter den Alliierten schüren sollte. Diese Berufsrevolutionäre waren in der Wahl ihrer Aktionen nicht zimperlich, scheuten sich nicht, zehn unschuldige Geiseln zu ermorden. Zu ihrem grossen Erstaunen stellten sie fest, dass im deutschen Volk noch genug Widerstandswille schlummerte, sich zur Wehr zu setzen. Zusammen mit ihren Handlangern wurden die meisten von ihnen verhaftet, im Schnellverfahren verurteilt und erschossen. Luxemburg wird heute als bedeutende „Philosophin“ gefeiert. Immerhin hat sie den tiefschürfenden Satz hervorgebracht: „Nur die Weltrevolution des Proletariats kann in dieses Chaos Ordnung bringen“. Sie kann nur das durch ihre marxistischen Mitstreiter verursachte Chaos gemeint haben.