Propaganti: A weapon of myth destruction
A weapon of myth destruction

Ein Rückblick. Teil 2. – Bis 1939.

Theodore Roosevelt 1901 – 1909, den Henry Adams  
„unser niederländisch-amerikanischer Napoleon“ nannte. 

Er organisierte die „Rebellion“ in Kolumbien die zur Entstehung des „freien“ Staates Panama führte, und in seiner Amtszeit kam ein neues Sternchen auf die U.S. Flagge, – Hawaii.  „Keine friedliche Errungenschaft kann sich mit dem Glanz des Krieges messen,“ war eines seiner Leitmotive. Friedensnobelpreis gekrönt, versteht sich, unterschätze nie den schwarzen Humor der Skandinavier. 

Woodrow Wilson 1913 – 1921, zerriss das Monroe Doktrin und marschierte in Mexico und Haiti ein. Ob er der friedliebende Eierkopf war, als der er immer wieder hingestellt wird, ist fraglich. (vgl. 1917, Committee on Public Information, kurz CPI. Eine gigantische fake news Manufaktur wie die Welt sie noch nicht gesehen hatte. 1920, Palmer Raids um kritische Stimmen die sich weigerten die CPI Propaganda zu schlucken, zum schweigen zu bringen) General Smedley Butler, Oberbefehlshaber der U.S. Marine damals, und ein früher „whistle-blower“ meinte, „Al Capone hatte bestenfalls drei Distrikte im Griff, Ich operierte auf drei Kontinenten“.  (The American Presidency. Gore Vidal.) 

„Der heftigste Widerstand gegen die Mandatspläne ging übrigens von der Südafrikanischen Regierung aus, die Südwestafrikas als willkommene und bodenschatzreiche Abrundung des eigenen Territoriums ansah und das Land völlig integrieren wollte…Diese sehr weitgehende (C-Mandat) Treuhandschaft erhielt Sϋdafrika fϋr Sϋdwestafrika zugestanden und war damit zufrieden – wenn sich auch die stillschweigende Hoffnung nicht erfüllte, dass die Welt den Mandatstatus Sϋdwestafrikas ‚vergessen‘ würde.“ 

„Hauptleidtragende des Zusammenbruchs des deutschen Kolonialreichs blieben neben den Aktionären der grossen Handelsgesellschaften, die Siedler, die dort ihre Existenz aufgebaut hatten: In Togo, Kamerun und Ostafrika wurden nahezu alle deutschen Farmer und Plantagenbesitzer enteignet und ausgewiesen. In Sϋwestafrika hätte ein ähnliches Vorgehen die Entvölkerung des Landes und den Zusammenbruch der weissen Infrastruktur bedeutet. 
Zwar wurden 1919 tatsächlich noch 6 000 der 15 000 Deutschen vertrieben, aber schon bald setzte bei der Sϋafrikanischen Regierung ein Umdenken auf Integration ein: Rϋckkehrer und Neusiedler wurden bereitwillig aufgenommen. (Schwarz-Weiss-Rot in Afrika. Die deutschen Kolonien 1883 – 1918. Wolfgang Mayer/FranMetzger/Jϋrgen Wilhelmi.) 

Wie ist es der Familie Rust in Südwestafrika in diesen Jahren ergangen? Sie hatten das Glück, nicht deportiert zu werden, und im Dezember 1919 hatten Gerda Rust und Sohn Joachim die Möglichkeit, mit einem Frachtdampfer wieder in die Heimat zu reisen. Im Gepäck, viele Bücher, die die auf Ondekaremba schon vorhandene Bibliothek ergänzen sollten;  Darunter auch das Buch, Reineke Fuchs, von J.W.v.Goethe, aus den Jahre 1846.