Propaganti: A weapon of myth destruction
A weapon of myth destruction

Ein Rückblick. Teil 2. – Bis 1939.

Wir wissen, dass der Weltkrieg das christliche Zarenreich, sowie das muslimische Osmanische Reich zu Fall gebracht hat und die legendäre russisch – türkische Erbfeindschaft beendet hat. Als wenn die neuen Machthaber das dringende Bedürfnis verspürten, die Einschätzung des Leo Tolstoy zu bekräftigen, schlossen sie einen Freundschaftsvertrag. Es handelte sich um eine Zweckfreundschaft, genannt Moskauer Vertrag.

Die Bolschewisten wollten dadurch ihr neues Imperium erweitern, die Jungtürken wollten retten, was von dem alten Osmanen Reich übrig war.

Nachdem die Osmanen in den Jahren 1915 – 17 einen Völkermord an den Armeniern, mit geschätzten 1 – 1,2 Millionen Opfern abgewickelt haben, expandierten die Jungtürken nach Osten und vergriffen sich erneut an Armenien. In Absprache mit dem Georgier Josef Stalin wurden willkürlich Grenzen verlegt, um die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Neu gegründete Staaten – Georgien, Armenien und Aserbaidschan – wurden Sowjetrepubliken, die Gegend Bergkarabach sorgt noch heute (2020) für Unruhe.

Kemal Atatürk, der neue starke Mann in der Türkei war Nationalist, Säkularist und modernisierte das Bildungswesen, sowie die öffentliche Verwaltung. Religion wurde dorthin verwiesen, wo sie hingehört, in ihre Gebetshäuser. Davon ist heute leider nichts mehr übrig.

Seit im neunzehnten Jahrhundert die Begriffe Sozialismus und Kommunismus noch nicht scharf unterschieden wurden, versteht man seit dem „Kommunistischen Manifest“ (verfasst 1847, im Auftrage des Bundes der Kommunisten, Brüssel, London, Paris, von Karl Marx und Friedrich Engels) den Unterschied so: „Der Kommunismus ist das Endstadium der wirtschaftlichen – sozialen Entwicklung, herbeigeführt von der Diktatur des Proletariats“. Leider weiss man aus Erfahrung, dass der Begriff „Endstadium“ oft nichts Gutes bedeutet.


Nach Lenins Schlaganfall entbrannte ein Machtkampf zwischen Leo Trotsky (alias – Leib Bronstein 1878 – 1940.- welcher 1917 von seinen US. basierten Gesinnungsgenossen mit einem US. Reisepass sowie 30 Millionen Dollar ausgestattet, nach Russland zurückkehrte) und Josef Stalin (1879 – 1953). Trotsky unterlag und wurde im Exil neutralisiert. Der äusserst gerissene Josef Stalin konnte nun fast ungehemmt seine brutale Schreckensherrschaft ausbauen. Das erste Gulag Arbeitslager, Slovetsky wurde 1923 eingerichtet. Im Laufe der Jahre umfasste das System Gulag etwa 30 000 Einrichtungen, und geschätzte 20 Millionen Häftlinge wanderten durch das System. „Die Zaristischen Kerkermeister waren rechte Grünlinge.“ [im Vergleich zu den Gulag Kerkermeistern].  Näheres zu lesen in Der Archipel Gulag von Alexander Solschenizyn,
Damals bedeutete „rechte“ noch echte, und Grünlinge bedeutete wie heute, Anfänger. 

Unter Josef Stalin wurde der Kommunismus zu einem Weltrevolutionswerkzeug der Moskauer Aussenpolititik, kamen kommunistische Parteien im Ausland in strenge Abhängigkeit der Zentrale…Aus dem diesseitigen Zukunftsglauben der sozialistisch-kommunistischen Utopie wurde das Recht zur Anwendung des Terrors, zur Vernichtung von Menschenleben, zur Forderung grösster Opfer, zum Appell an Idealismus, ‚Heroismus‘, Aktivismus und zum Verzicht und zur Selbsterniedrigung des Einzelnen abgeleitet…Zerstörung als schaffende Lust,“ lautete eine der zahllosen Theorien, die durch die Aktivistenhirne spukte. „Die Befreiung des Menschen aus den überkommenden Bindungen in Kirche, Familie, Rasse, Volkstum und nationaler Tradition sowie den alten Wirtschaftsformen,“ war das Ziel dieser Ideologen. (Der Grosse Brockhaus.)


Interventionen, wie z.B. in Frankreich (Bildung einer Volksfrontregierung 1934), in Spanien (Bürgerkrieg 1936 – 1939) gehörten mit zum Rezept. Ob unter Trotskys Leitung, eine massvollere Entwicklung stattgefunden hätte, ist fraglich. Wir erinnern uns, er war es, der mit einem Sack voll Geld und mit einem neuen amerikanischen Reisepass ausgestattet vor der Revolution einreiste; ermöglicht durch den einschlägigen Kreis einflussreicher Personen um US Präsident Wilson. Als radikaler Agitator und Organisator der Roten Armee wurde er bekannt, untermauert mit blutrünstigen Sprüchen, die er gerne von sich gab. „Welches Vergnügen haben unsere jungen Männer darin, die russische Intelligentsia, Offiziere, Akademiker und Schriftsteller zu zerstören. Wenn wir die Macht des Zionismus auf dem Wrack des revolutionären Begräbnisses etablieren, werden wir eine Macht, vor welcher sich die ganze Welt beugen wird.“ Sein Genosse Stalin hatte es auch nicht nötig, Toleranz vorzugaukeln, wie es seine „Followers“ heute tun, um Intoleranz und totalitäres Denken gedeihen zu lassen. 

Nach eingehender Auseinandersetzung mit der Biografie Trotzkis, stimme ich der Meinung zu, dass Trotzki in seinen Affinitäten nichts spezifisch Jüdisches an den Tag legte, sondern ein leidenschaftlicher Internationalist war. [Nun wissen wir, aus welcher Ecke viele Darsteller im Bundestag ihre ideologische Inspiration beziehen.] Bei einem solchen Stammesgenossen wäre es ja vielleicht am einfachsten gewesen, ihn zu verurteilen? Doch sobald Trotzkijs Stern seit Hebst 1917 am aufsteigen war, sahen zu viele Menschen ein Objekt ihres Stolzes in ihm, und er wurde unter den radikalen linken Kreisen des amerikanischen Judentums fast zu einem Idol…Die raschen Erfolge der Juden in der bolschewistischen Verwaltung blieben in Europa und in den USA natürlich nicht unbemerkt und riefen dort schändlicher Weise nichts als freudige Billigung hervor. Die jüdische Öffentlichkeit in Amerika war am Wendepunkt vom Februar zum Oktober weiterhin voller Sympathie für die Russische Revolution…Der Geschichte zu gedenken, sollte keine Abrechnung miteinander sein. Es soll nicht um gegenseitige Beschuldigung gehen, sondern darum, zu erklären, wie es zu so einer übermässigen Beteiligung der Juden am Aufstieg eines Staates kam, der nicht nur empfindungslos gegenüber dem russischen Volk und ohne organische Verbindung zur russischen Geschichte war, sondern seinen Einwohnern auch alle Extreme des Terrors bescherte.“

(Alexander Solschenizyn. Zweihundert Jahre zusammen. – Die Juden in der Sowjetunion.)