Als in Russland der Bürgerkrieg tobte(1917 – 1923), machten sich die Osteuropäischen Länder auf den Weg, souveräne Staaten zu werden; wie zu erwarten, teilweise überschattet von einem opportunistischen Expansionsdrang.
Von der kommunistischen Ideologie waren die meisten Polen nicht inspiriert, schon gar nicht von Lenins Strategie: „Wir müssen die Mauer zerstören, welche die Sowjetunion vom revolutionären Deutschland trennt.“ In der Prawda vom 9 Mai 1920 war zu lesen: „ Durch den Körper Weiss Polens führt der Weg zum Welt Inferno. Auf dem Bajonett werden wir der Menschheit Zufriedenheit und Frieden bringen. Vorwärts nach Berlin, über den Körper Polens.“
Als sich die Bolschewiken noch mit den Weiss-russischen Kräften, mit Japanern, Briten, Franzosen, Amerikanern und der Tschechischen Legion herumschlugen, machte sich Polen 1919 auf den Weg. Unter Marschall Jozef Pilsudsky expandierte die Nation, im Windschatten der Versailles Verhandlungen nach Westen. Die Versailles Vorgaben nach Osten wurden ignoriert (Curzon Linie) und Teile Weissrusslands, Ukraine und Baltischer Staaten wurden, mit französischer Hilfe, eingenommen. Charles de Gaulle trat als Ratgeber auf, und schon 1921 wurde eine militärische Allianz zwischen Polen und Frankreich geschlossen. In den vormals deutschen Provinzen (Posen, West- und Ostpreussen, Danzig, Teile Niederschlesiens und ganz Oberschlesien), die nun laut der Versailles Diktate polnisch waren, wurde ein brutales entdeutschungs Programm eingeleitet, ein Genozid im wahren Sinne des Wortes. Dem Vorbild der britischen Masseninternierung der Buren in Süd Afrika folgend, wurden deutsche Bewohner dieser Gebiete in grosser Zahl in Konzentrationslager gesteckt. Mindestens 12 Lager dieser Art befanden sich zwischen 1918 und 1923 auf polnischem und tschechischem Gebiet. Näheres zu dem Thema findet man in den Studien: „Der Tod sprach Polnisch“- „Polens Schuld am 2. Weltkrieg“ – „Der Bromberger Blutsonntag“ und „Dokumentierte Polnische Grausamkeiten“, basiert auf urkundlichem Beweismaterial veröffentlicht vom Auswärtigen Amt. Seit der Annexion der deutschen Ostgebiete nach 1918 begann die polnische Regierung mit terroristischen Massnahmen, um die deutsche Bevölkerung zu enteignen, ermorden und vertreiben. Bis 1939 hatten 1,5 Millionen, gezwungen oder freiwillig ihre angestammte Heimat verlassen. Das Ganze spielte sich offen unter der wohlwollenden Aufsicht des Völkerbunds und der Alliierten Kontrollbehörden ab. Von den katholischen Kanzeln wurde eingeheizt, bei Bedarf sogar Waffen geliefert. Nach der britischen Garantie an Polen steigerte sich der Terror soweit, dass die deutsche Regierung gezwungen war zu handeln.
Es zeigte sich, dass die willkürlich, in flagrantem Widerspruch mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker gezogene Grenzen, zu neuen Konflikten führen würden. Kann es sein, dass der Ausgang so geplant war?
In diesem Zusammenhang ist diese Äusserung des ehemaligen Kriegspremiers (1916 – 1922) Lloyd George interessant.
„Die gesamte Dokumentation, die uns gewisse Personen unserer Alliierten zugespielt haben, war erlogen und erschwindelt. Wir haben in Versailles auf Grund von Fälschungen entschieden.“ (Zitat vom 7.10.1928. Schröcke.)
Wen er wohl mit „gewisse Personen“ gemeint hat?
Neville Chamberlain, britischer Premier (1937 – 1940), wurde deutlicher als er sich äusserte dass „die Juden starken Druck auf mich ausübten, um mich von jeder Abmachung mit dem Führer abzubringen.“ (Schröcke)
Da die polnischen Führer wussten, wem sie den Aufstieg des Bolschewismus zu verdanken hatten, sperrten sie viele Juden gleich mit ein. Ein Vertreter der amerikanischen Juden, Henry Morgenthau, tauchte sofort hier auf, um die Sache medienwirksam zu untersuchen.
In dieser Zeit wurde ein solides Fundament gelegt für den späteren Bromberger Blutsonntag, an dem mindestens 5800 Deutsche ihr Leben verloren und für den Hitler-Stalin Pakt von 1939.
In Russland machten sich Josef Stalin und seine Sponsoren an der amerikanischen Ostküste ans Werk, ihre Utopie von dem Kollektiv, in dem alle Menschen gleich sind, weltweit zu verbreiten. Zwei Gegner galt es dabei zu besiegen. Die Nationalstaaten, natürlich gewachsene Einheiten, bewohnt von Menschen mit gemeinsamen Interessen und kulturellem Hintergrund, sowie dem Kapitalismus, eine Wirtschaftsform, in der überdurchschnittliche Leistung belohnt wird, leider oft überdurchschnittlich. Die Genossen glaubten wohl, dass der Parasitismus, der im Kapitalismus in den oberen Etagen angesiedelt ist, sich nicht gemütlich im Kommunismus/Sozialismus auf den unteren und oberen Etagen, auf Kosten der schrumpfenden Mittelklasse, einnisten würde. Sie hatten aber glasklar erkannt, dass zum Erreichen ihrer Ziele in den verschiedenen Ländern, in denen ihre „Berufsrevolutionäre“ und Agitator*innen unterwegs waren, Unruhe und Verunsicherung auf wirtschaftlicher und politischer Ebene, gestiftet werden musste. Um das zu bewerkstelligen, mussten Geld und Propaganda unter ihrer Kontrolle sein, ausserdem mussten die entsprechenden Agenten in Politik und Gewerkschaften untergebracht werden. An der US. Ostküste war das bereits der Fall, in Leningrad musste noch etwas dran gearbeitet werden – in einem totalitären Regime kein grosses Problem. Das Rezept auf die heutige Zeit bezogen, klingt irgendwie bekannt, Stichwort – SED: Agitatorin in die Politik einschleusen, oder „Zerstörung als schaffende Lust“. Wieder einmal versprachen umtriebige Ideologen Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit; auf ein Neues entpuppt sich diese Vorstellung als eine Illusion.