
Oben sehen wir KaiserWilhelm2 und darunter die „grossen“ 4. George, Orlando, Clemenceau und Wilson.
Nach dem Krieg war es ein Leichtes, dem Kaiser den Willen zum Krieg in die Schuhe zu schieben – bei seinem bombastischen Wesen und seiner Vorliebe für Uniformen aller Art, im Gegensatz dazu die gemütlichen älteren Herren, die nur eines im Sinn hatten, „das Beste für die Menschheit.“ – Wie man sich irren kann.

„Während der Versailler Verhandlungen gründete sich eine neue Institution zur Regelung der gemeinsamen anglo-amerikanischen strategischen Angelegenheiten. Lionel Curtis, der bereits lange Zeit der Round-Table Gruppe
und dem ‚Informal Empire‘ Kreis um Balfour, Milner, Mackinder und anderen angehört hatte, schlug am 30 Mai 1919 am Rande der Versailler Verhandlungen bei einer privaten Party im Hotel Majestic die Gründung des Royal Institute of International Affairs vor… Dieses Institut sollte als erstes die ‚amtliche‘ Geschichte der Versailler Friedensverhandlungen schreiben. Dazu wurde ihm als Erstausstattung von Thomas W. Lamont vom Bankhaus Morgan 2000 Pfund Sterling überwiesen.
Der Kreis, der im Hotel Majestic in Versailles zusammengekommen war, beschloss auch, eine amerikanische Zweigstelle des Instituts in New York zu gründen. Es sollte Council on Foreign Relations heissen, damit seine enge
Verbindung zu dem britischen Institut nicht so auffiel.“ ( F. William Engdahl. Mit der Ölwaffe zur Weltmacht.)
In Südwest Afrika und anderen gekaperten deutschen Kolonien konnten unsere Freunde auch ordentlich abschöpfen. Hier ein kleines Beispiel, wie das vonstatten ging.
Im April 1914 besuchte der werdende Diamantenkönig Ernest Oppenheimer, die Diamantenfelder seines grössten Konkurrenten August Stauch in Kolmanskuppe. Schon im Juni 1914 trafen sich beide in dem London Diamond Syndicate um „gemeinsame Interessen“ zu besprechen. Im August brach der Krieg aus, Oppenheimer war schon wieder in Kimberley, Stauch sass in Deutschland fest. Im September schon bombardierten britische Kriegsschiffe Swakopmund, die Bevölkerung musste evakuiert werden. Im März 1915 mobilisierte Oppenheimer eine private Truppe von 530 Mann aus seinem Mienenimperium in Kimberley, um sich an dem Feldzug auf Sϋdwestafrika zu beteiligen. Dieser Schachzug wurde reich belohnt, wie wir wissen. Nicht nur erhielt er die Kontrolle über die konfiszierten Sϋdwestafrikanischen Diamantfelder, konnte er 1917 mit Hilfe von Geldern der üblichen Scheinwerfer in London, die Anglo American Corporation gründen, nein, er wurde auch in den Ritterstand gehoben. Später kontrollierte er das weltumspannende De Beers Diamanten Kartell, mit allen bekannten Begleiterscheinungen. Da soll einer mal sagen „Krieg führen lohnt sich nicht.“ Sir Ernest Oppenheimer beweist, wie lukrativ das sein kann, und wie man sich nebenbei als Philanthrop feiern lassen kann.
In den Ritterstand erhoben wurde auch der Historiker Sir Christopher Clark fϋr seinen Beitrag zur deutsch-englischen Verständigung. 2012 veröffentlichte er das Buch – „Die Schlafwandler“. – Die verantwortlichen Politiker vor dem Krieg seien wie Schlafwandler in das Verderben marschiert, so die frohe Botschaft.
Das „Sir“ Anhängsel ist schon eine wunderbare Sache, prestigeträchtig für den Empfänger und billig für den edlen Spender. David Irving, der einen weniger respektvollen Umgang mit dem Establishment pflegte, und die Ikone W. Churchill auf 700 Seiten (Churchills War) in seine Einzelteile zerlegte, wurde diese Ehre nicht zuteil. Wer mitspielt, wird belohnt, wer sich widersetzt, bekommt die Macht der Mobster zu spüren oder wird totgeschwiegen. Deborah Lipstadt und ein junger Richter, der genau wusste; „Wenn ich hier die falsche Entscheidung treffe, kann ich meine Karriere in der Pfeife rauchen.“, übernahmen diese Aufgabe teilweise. (Irving v Lipstadt. 1996 – 2000.)
„Die Wiederherstellung des früheren Zustands hätte demnach auch die Rückgabe der deutschen Überseebesitzungen bedeutet. Um das zu verhindern, musste man in Paris und London den Deutschen das moralische Recht absprechen, als Kolonialmacht zu wirken: So wurden eifrigst Beispiele für deutsche Unmenschlichkeiten in den Kolonien gesammelt, die ausgiebig durch Erfindungen und Gerüchte ergänzt wurden. Und das Propagandagift verfehlte auch nicht seine Wirkung auf den US- Präsidenten, der zu Beginn der Verhandlungen dann auch die gewünschte Erklärung abgab:– „Es gehört zu den peinlichsten Enthüllungen der letzten Jahre, dass jene Grossmacht, die eben glücklich geschlagen wurde, den hilflosen Völkern in einigen der Kolonien unerträgliche Lasten und Ungerechtigkeiten aufbϋrdete,…statt sich das Vertrauen der Eingeborenen Völker zu erwerben und sie auf die nächsthöhere Entwicklungsstufe emporzuheben. Nun spricht das Gewissen der
ganzen Welt durch das Gesetz und sagt: Dies muss zu Ende sein!‘-.“ (Schwarz-Weiss-Rot in Afrika.)
Die deutschen Qualitӓts-Medien plappern die Story bis auf den heutigen Tag nach.
So sprach das Gewissen der Menschheit, Vertreter der Nation, die erst wenige Jahre vorher den barbarischen Genozid in den Philippinen (200 000 bis 3 000 000 Opfer, je nach Quelle) abgeschlossen hatte und dessen zwei Vorgänger wir mal kurz unter die Lupe nehmen sollten.
William Mc Kinley 1897 – 1901, brach den Krieg mit Spanien vom Zaun und griff sich Cuba, Puerto Rico und die Philippinen. Die Inspiration dazu kam ihm beim Beten. Der Zeitungsmagnat William Randolph Hearst brüstete sich damals, „Ich habe den Krieg mit Spanien erfunden“. Für die Massenmorde hat er keine Verantwortung beansprucht.